Mein Foto

Weblogautoren

Suche im Blog


Blog powered by Typepad

« Jetzt passt es | Start | PICTA - der zweite Tag »

16. Mai 06

Kommentare

Wolfgang v. Brauchitsch

Hätte ich gewusst, dass Ihr da Caipi..Dingsda sauft, hätte ich mir das mit dem Kommen noch mal gründlich überlegt......
Ging leider garnicht, aber leid tut es mir schon. Vor allem die Kontakte dort scheinen ja ganz interessant!
Freue mich schon auf Deine nächsten Folgen.
Wolfgang

Wolfgang v. Brauchitsch

Noch ein Wort zu Thomas Raupach:
Das ist wohl wahr, aber Diskussionen über Qualität und Quantität haben wir ja in der Vergangenheit immer wieder erfoglos geführt, oder?
Ich habe auch leise Zweifel, ob weise Selbstbeschränkung von unseren Kunden wirklich honoriert würde!?
Warum wir Fotografen uns unter Wert verkaufen? Ganz einfach: Wir sind zu viele!!!
Wolfgang

Thomas Geiger

Ja, Wolfgang, wir sind zu viele, das war auch etwas, was Thomas Raupach meinte, doch auch wenn immer wieder Kollegen mangels Aufträgen aufhören, so kommen doch ständig neue nach. Fotograf ist immer noch Traumberuf. Wenn ich die Stimmung so höre, frage ich mich manchmal warum. Wenn ich mich selber betrachte, finde ich es schon. Gibt es einen schöneren Beruf?

TRaupach

Lieber Wolfgang von Brauchitsch,
ich muß da vielleicht noch mal präziser werden, damit keine Missverständnisse entstehen: Ausgangslage ist, dass viele FotokollegInnen darüber stöhnen, wie schlecht der Markt und die Arbeitssituation ist. Dazu wollte ich einen Anstoß geben - die Gesellschaft ist uns nämlich nichts dafür schuldig, dass wir irgendwann beschlossen haben, diesen netten Beruf anzusteuern. Für uns gelten die Gesetze des Kapitalismus leider auch und die netten Jahre der Fotobranche sind seit ca. 10 Jahren unwiderbringlich dahin. Die Konsequenz zum Überleben kann daher nur für Alle lauten - qualifiziert euch ständig so weiter, dass ihr das Rennen auch gewinnen und eure Konditionen als Urheber durchsetzen könnt. Mit einem Helmut Newton ( ob man ihn schätzt oder nicht ) oder Robert Lebeck hat niemand über sein Tageshonorar diskutiert ! Wenn ich mir die digitalen Bildangebote weltweit ansehe, erschrecke ich über die fehlende Selbstreflektion und den Mut vieler Fotografen, unsägliche, langweilige, aussagelose, schlecht gestaltet und beschriftete Fotografie anzubieten und sich dann darüber zu beschweren, dass der Ertrag nicht ausreichend ist und die Arbeit keinen Spass macht! Liefert den Kunden und Bildportalen weniger Themen und Bilder, aber Bessere !!!
Ich mache auch nur Gebrauchs -fotografie, habe sicher auch nie zu den Künstlern gezählt, aber immer sehr gezielt Märkte erkannt und passend bedient. Dies funktioniert in dieser momentanen Bildüberflutung nur noch bedingt - denn ich bin mit meiner Fotografie irgendwann entwicklungsmässig auch ziemlich stehen geblieben. Meine Konsequenz ist dann allerdings gewesen, mir ein zweites Standbein im kaufmännischen Bereich der Fotografie aufzubauen, um aus der teilweise unerträglichen Auftragsbettelei heraus zu kommen.
Also zum Schluß der Appell: Analysiert diesen Markt, eure Fähigkeiten, eure Power ( emotional und finanziell ) für eine Veränderung und aktiviert ggf. eure "Nebenkompetenzen". Lasst euch von Besseren konstruktiv kritisieren zur Weiterentwicklung, macht eine nüchterne Kosten-Nutzen-Analyse zu dem Job im Allgemeinen und den täglichen Jobs auf, bevor ihr darin untergeht.Lasst euch nicht von Redaktionen mit vagen Versprechungen auf eine Karriere verheizen - seht es als Berufung, aber vor allem als Beruf, der ein Leben ermöglichen soll statt nur irgendwie zu überleben.
Viel Erfolg dabei!
Thomas Raupach

Die Kommentare dieses Eintrags sind geschlossen.