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21. April 06

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Kommentare

Helmut Baar

Hallo, da ich der Auslöser dieser kleinen Eruption war, möchte ich mich noch mal kurz zu Wort melden.

Was mir bei der Diskussion auffällt, ist, dass einige Kollegen, Privatwirtschaft und Staatswirtschaft hier nicht trennen. Ich möchte nur kurz erwähnen, dass wir in einem kapitalistischen System leben, das heisst für mich sehr vereinfacht, der Staat hält sich aus der Wirtschaft überwiegend raus, dafür kassiert er unsere Steuern. Wie sähe es denn aus, wenn , nehmen wir gerne wieder Berlin, die Stadt damit anfinge Touristenrundfahrten kostenlos anzubieten. Das brächte ja auch eine gute Werbung für die Stadt... Ich bin jedoch davon überzeugt, dass die Busunternehmer unverzüglich auf die Barrikaden gehen würden. Auch in unserm Fall der Berlin Fotos hat der Senat es zu unterlassen, eine kostenlose Verteilung an kommerzielle Unternehmen zu organisieren. Letztendlich ist jeder Download, der auf dieser Seite stattfindet, ein Verlust für Berliner Fotografen bzw. deren Fotoagenturen und wenn wir noch weiter denken ist jeder Download gleichfalls ein Verlust für die Staatskasse, weil keine Steuerabschöpfung mehr stattfindet. Die Märkte ändern sich, dass ist klar, wenn Fotografen ihre Fotos billig abgeben, ist mir das egal, das ist Markt... wenn jedoch der Staat hier eingreift und kostenlos rauswirft, ist das eben kein Markt. Für meinen Geschmack dürfte die Stadt lediglich eine Linksammlung auflisten, wo man entsprechendes Bildmaterial beziehen kann. Gerne bin ich bereit ein Schreiben an die Stadt zu unterstützen, das auffordert, das Angebot einzustellen. Kollegen können sich über www.united-photographers.com bei mir melden.

René Menges

Auch ich lebe zum Teil von Veröffentlichungen meiner Berlin-Fotos (z. Beispiel über die Agentur Schapowalow).

Ich bin dafür, den gesammelten Protest der Kollegen mit der nachvollziehbarsten Erläuterung den Verantwortlichen des Landes Berlin bald zukommen zu lassen.
Vielleicht ließe sich ein Treffen arrangieren; vielleicht kann man einen Kompromiss finden.
Es könnten zum Beispiel die Nutzungsbedingungen für die Bilder so verändert werden, daß ein fester Betrag gezahlt werden muß. Der dann zur Unterstützung von Fotografen, der touristenförderlichen Ansehnlichkeit Berlins o.ä. ausgegeben werden kann..

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